Probenstart bei den A-Cappella Ladies

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Kaum von der ersten Chorprobe im neuen Jahr zu Hause angekommen, meldet das Handy eine WhatsApp von Chorleiterin Clara: „Bitte bringt zur nächsten Probe Pappbecher, Trinkhalm und wer hat, Taschenmesser mit.“ Okay, Großereignis BarbershopMusicFestival-Teilnahme Ende März in Wuppertal wirft seine Schatten voraus. Aber was um alles in der Welt hat Clara vor mit uns? Dass sie für allerlei neue Übungsformen offen und nie um kreative Ideen verlegen ist, wissen wir längst. Aber ein Pappbecher für chorische Übungen?? Bei Pappbecher denken die Meisten vermutlich eher an lauwarmen Sekt bei der Outdoorfeier. Und sollen wir da dann was reinschneiden mit dem Messer? Oder den Trinkhalm auf Länge schneiden? Oder…? Wir werden unsere Neugierde wohl bis zur kommenden Probe im Zaum halten müssen, weil unsere Nachfragen kommentiert Clara lediglich mit einem süffisanten Augenzwinkern.

Um gut vorbereitet zu sein für das BMF geht es im Januar erst mal zum Probenwochenende nach Heilbronn, wo ein straffes Programm auf uns wartet. Zwei in der Barbershop-Szene wohl bekannte Coaches werden mit uns an Ausdruck, Performance und Stimme arbeiten. Ob wohl der Trinkhalm irgendwas mit Luft und Stimme zu tun hat?

Sie sind neugierig geworden und fragen sich nebenbei, was genau Barbershop eigentlich ist? Nun, mit Barbershops, Friseurläden für Männer, hat dieser Musikstil der Legende nach tatsächlich etwas zu tun. So sollen sich Männer in US-amerikanischen Friseursalons das Warten auf den nächsten freien Stuhl mit Singen versüßt haben. Heraus kamen beim freien Improvisieren und Herumprobieren spezielle Harmonien, die, sauber gesungen, Obertöne produzieren. Das ist die eine Legende zur Entstehung des Barbershop als eigenständiger Musikrichtung. Welche Theorie es noch gibt, und was den Barbershop so einzigartig macht und auch, wie es mit Pappbecher, Trinkhalm und Taschenmesser weiterging, verraten wir Ihnen in der nächsten Ausgabe. Seien Sie gespannt!

Autorin: Kerstin Metz